Hessisches Innen- und Sportministerium steuert 150 000 Euro für das Projekt des SV 07 bei.

RAUNHEIM – Der Sportverein Raunheim 07 (SV 07) hat den Förderbescheid vom Land Hessen für den seit einigen Jahren im Sportpark geplanten Kunstrasenplatz in Empfang genommen.
 
„Der Kunstrasenplatz ist die Kirsche auf dem Sahnehäubchen“, freute sich der Vorsitzende des Vereins, Oualid Mokhtari, über den Geldsegen. Das Hessische Innen- und Sportministerium steuert 150 000 Euro bei. Karsten Jost, der Leiter der Stadtwerke, beziffert die Gesamtkosten, worin auch eine Erneuerung der Flutlichtanlage erhalten ist, auf über 800 000 Euro. Den Löwenanteil trägt die Stadt Raunheim. Der Kreis Groß-Gerau, bei der Übergabe des Förderbescheids durch Landrat Thomas Will vertreten, unterstützt das Vorhaben mit 10 000 Euro. Hinsichtlich der Kostenverteilung, erklärte Will, finanziere der Kreis den Torraum, das Land die beiden Strafräume und der Rest ist Stadt. „Das ist in vielen Kommunen im Kreis ein Kleinwenig anders. Da ist auch das, was der Verein selbst stemmen muss, in einer ganz anderen Größenordnung“.
 
Das Engagement der Stadt Raunheim zeige, wie wichtig das Thema Sport, insbesondere für die Integrationsarbeit sei. Eine steigende Zahl an Mitgliedern im SV 07 zeige, dass man dabei auf dem richtigen Weg ist. Will kündigte seine Bereitschaft an, bei der Einweihung des Platzes – „wo ihr mich hinstellt“ – „mitkicken“ zu wollen. Gerald Kummer, der Sportkreisvorsitzende, nannte es „ganz toll“, wenn sich die Vereine so in die Gesellschaft einbringen. Er erinnerte daran, dass Sport im Land Hessen Verfassungsrang habe, was jedoch mit Leben erfüllt werden müsse. „Es gibt nichts Sinnvolleres, als den Sport zu fördern“, sagte Kummer.
 
Ihm sei ein Stein vom Herzen gefallen, als der Förderbescheid angekündigt wurde, sagte der scheidende Kreisfußballwart Robert Neubauer. „Wenn es regnete und ich mir den Spielplan angekuckt habe, da habe ich gewusst, dass bei einem Heimspiel vom SV 07 wieder kurzfristig eine Absage kommt“. Da könne er nun einen Haken dranmachen. Mit dem SV 07 habe es den richtigen Verein getroffen. Besonderen Dank zollte Neubauer dem Vorsitzenden Mokhtari, der zwar immer sage, Erfolg sei gut und schön, aber noch wichtig sei für ihn das Vereinsleben. Mit der Optimierung der ohnehin schon „hervorragenden Sportstätte“, seien nun Voraussetzungen geschaffen, die für den Fußball „einfach herrlich“ sind. Dazu passe auch die hervorragende Jugendarbeit, bei der Übergabe durch Jugendleiter Carmen Renneisen vertreten, die vom SV 07 gemacht werde, sagte Neubauer. Derzeit gibt es in dem drittgrößten Verein in Raunheim 15 Jugendmannschaften. Carmen Renneisen sprach deshalb hinsichtlich des Kunstrasenplatzes von einer „dringenden Notwendigkeit“.
 
„Mit dem Kunstrasen“, sagte Qualid Mokhtari, „haben wir in Hessen die beste Sportanlage“. Vorstandsmitglied Mehmet Yildirim, der im Verein gemeinsam mit Tuncay Seven für das Projekt Kunstrasenplatz zuständig ist, erinnerte daran, dass der Verein über viele Jahre für seine Rasenplätze beneidet wurde. „Im Nachhinein hat sich das für uns als Nachteil erwiesen, weil die Plätze nur bedingt bespielt werden konnten“. Wenn heute Neuanmeldungen kämen, sei die erste Frage, ob es einen Kunstrasenplatz gebe. Yildirim geht davon aus, dass sich das nun auch in sportlichen Erfolge ummünzen lasse.
 
Wenn es nach Yildirim ginge, dann würde bereits morgen mit dem Bau begonnen. Der Verein selbst wird sich um den Abbau kümmern. Wunsch ist es, dass der Kunstrasenplatz zu Beginn der nächsten Saison zur Verfügung steht.
 
Quelle: Michael Kapp – Mainspitze